Aluminium im Aquarium
Verunreinigendes Metall, das im Aquarienwasser nicht vorhanden sein sollte. Schon Spuren können Korallen und Wirbellose schädigen.
Ausführliche Erklärung
Aluminium erfüllt im Aquarium keine positive biologische Funktion. Sein Auftreten ist immer ein Hinweis auf eine Verunreinigung.
Zu den häufigsten Quellen gehören Leitungswasser, da Aluminium in Wasserwerken als Flockungsmittel verwendet wird, Phosphatadsorber auf Aluminiumbasis (minderwertiges GFO), aluminiumhaltiger Bodengrund und ungeeignete Metalldekoration.
In natürlichem Meerwasser ist Aluminium nur in äußerst geringen Konzentrationen unter 1 ug/l vorhanden. In Riffaquarien können Werte über 20-30 ug/l bei Korallen RTN, also eine schnelle Gewebsnekrose, und bei Wirbellosen Todesfälle verursachen.
Phosphatadsorber auf Aluminiumbasis (AlO) entfernen Phosphat wirksam, können bei falscher Anwendung aber Aluminium an das Wasser abgeben. GFO-Adsorber auf Eisenbasis (Fe) sind im Allgemeinen vorzuziehen, weil dieses Risiko bei ihnen nicht besteht.
Aluminium lässt sich ausschließlich mittels ICP-Analyse nachweisen. Ist der Wert hoch, solltest du zuerst einen großzügigen Wasserwechsel mit Osmosewasser und hochwertigem Salz durchführen. Anschließend muss die Verunreinigungsquelle gefunden und entfernt werden.
Eine gute Umkehrosmoseanlage entfernt Aluminium aus dem Ausgangswasser. Die DI-Stufe zur Deionisierung beseitigt auch die letzten Spuren.
Referenzwerte nach Aquarientyp
| Aquarientyp | Empfohlener Bereich |
|---|---|
| Meerwasser (Riff) | 0 - 10 ug/lIdeal: unter 5 ug/l. Über 30 ug/l ist gefährlich |
So wird gemessen
Nur mittels ICP-OES-Analyse.
Was geschieht bei einem zu hohen Wert?
RTN bei Korallen. Todesfälle bei Garnelen und Krabben. Allgemeiner Stress bei Wirbellosen. Finde und entferne die Verunreinigungsquelle.
Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.
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