Strontium (Sr)
Strontium ist ein Spurenelement, das zur Kalkbildung der Korallen beiträgt. Es wird langsam verbraucht und muss in stark besetzten Riffaquarien ergänzt werden.
Ausführliche Erklärung
Strontium wirkt gemeinsam mit Calcium am Aufbau des Korallenskeletts. Das Skelett von Steinkorallen besteht aus Aragonit, das geringe Mengen Strontium in seine Kristallstruktur einbaut.
In einem Aquarium mit vielen SPS-Korallen ist der Strontiumverbrauch messbar. Hochwertige Balling-Systeme enthalten Strontium in ihren Lösungen (Red Sea Foundation A, Triton Core7). Wer seine Balling-Lösungen selbst ansetzt, muss es getrennt zugeben.
In der Natur liegt die Konzentration bei etwa 8 ppm. Im Aquarium wird derselbe Wert angestrebt. Viele Meersalzmischungen enthalten Strontium bereits im richtigen Verhältnis, sodass regelmäßige Wasserwechsel zur Versorgung ausreichen.
Du musst dich mit diesem Wert nicht ständig beschäftigen. Regelmäßige Wasserwechsel und ein gutes Meersalz decken den Bedarf in den meisten Fällen. Nur sehr stark besetzte Riffaquarien mit massivem SPS-Wachstum benötigen eine gezielte Ergänzung.
Referenzwerte nach Aquarientyp
| Aquarientyp | Empfohlener Bereich |
|---|---|
| Meerwasser (Riff) | 6 - 10 ppmDer natürliche Wert im Meerwasser liegt bei etwa 8 ppm |
So wird gemessen
Nur mit einer ICP-Analyse. Zuverlässige Tropfentests für Strontium gibt es nicht.
Was geschieht bei einem zu niedrigen Wert?
Verlangsamtes Korallenwachstum. Brüchige Skelette. Selten ein isoliertes Problem: Meist liegt zugleich ein Calciummangel vor.
Was geschieht bei einem zu hohen Wert?
Über 15 ppm kann die Kalkbildung beeinträchtigt werden. Bei Verwendung hochwertiger Meersalze selten.
Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.
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