Aquarienglas und Silikon
Die Baumaterialien des Aquariums. Die Qualität von Glas und Silikon bestimmt die Sicherheit und Lebensdauer des Beckens.
Ausführliche Erklärung
Aquarien bestehen aus gewöhnlichem Floatglas (Kalk-Natron-Glas). Die Stärke hängt von der Beckengröße ab: 6mm bei Becken bis 60 cm Länge, 8mm bis 80 cm, 10mm bis 120 cm sowie 12mm und mehr bei größeren Becken.
Weißglas (Optiwhite oder Diamant) hat einen sehr niedrigen Eisengehalt und dadurch nicht den typischen Grünstich von normalem Glas. Es kostet doppelt so viel, bietet aber eine deutlich bessere Transparenz und Farbwiedergabe. Bei hochwertigen Becken ist es inzwischen Standard.
Das zum Verkleben der Scheiben verwendete Silikon muss ausdrücklich für Aquarien geeignet sein: reines Acetatsilikon ohne Fungizide oder Zusätze. Sanitärsilikon enthält für Fische giftige Stoffe. Bewährte Marken sind Dow Corning 795 und Ottoseal S 72.
Unter normalen Bedingungen hält Silikon 10-15 Jahre. Mit der Zeit verliert es seine Elastizität, vergilbt und kann sich lösen. Ein altes Becken mit beschädigten Silikonnähten muss repariert oder ersetzt werden, bevor es versagt.
Einscheibensicherheitsglas darf niemals für Aquarien verwendet werden. Wenn es bricht, zerfällt es in tausend Stücke und setzt innerhalb weniger Sekunden Hunderte Liter Wasser frei. Normales Floatglas reißt langsam und lässt Zeit zum Eingreifen.
Plexiglas (Acryl) ist eine Alternative zu Glas. Es ist leichter, transparenter und stoßfester. Es verkratzt jedoch leicht und vergilbt mit der Zeit. Hochwertige Acrylbecken, etwa von Elos oder Red Sea, verwenden größere Materialstärken und gegossenes Acryl.
Der Standort des Beckens ist entscheidend. Der Unterschrank muss vollkommen waagerecht stehen und das Gewicht tragen können. Ein Liter Wasser wiegt ein Kilogramm, hinzu kommen Sand, Gestein und Technik. Ein eingerichtetes 200-Liter-Becken wiegt leicht 280-300 kg.