Wasserpflanzen
Pflanzliche Organismen, die vollständig oder teilweise unter Wasser leben. Sie nehmen Nitrat und Phosphat auf, produzieren Sauerstoff und bieten Fischen Schutz.
Ausführliche Erklärung
Wasserpflanzen sind der beste natürliche Filter überhaupt. Sie nehmen Nitrat, Phosphat, Ammonium und CO2 auf und geben Sauerstoff ab. Ein dicht bepflanztes Becken hat deutlich stabilere Wasserwerte als ein Aquarium ohne Pflanzen.
Pflanzen lassen sich nach ihrem Licht- und CO2-Bedarf einteilen. Einfache Pflanzen (Anubias, Microsorum, Cryptocoryne, Vallisneria, Echinodorus) wachsen bei mäßiger Beleuchtung und ohne zusätzliche CO2-Zufuhr. Anspruchsvolle Pflanzen (Rotala, Ludwigia, Hemianthus, Glossostigma, Riccardia) benötigen starkes Licht, eingespeistes CO2 und eine vollständige Düngung.
Bei der Düngung unterscheidet man Makro- und Mikronährstoffe. Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium) stammen häufig aus dem Stoffwechsel der Fische. Mikronährstoffe (Eisen, Mangan, Bor, Zink) müssen mit Flüssigdünger ergänzt werden. Eisen ist oft der begrenzende Faktor.
CO2 ist der wichtigste Nährstoff für Pflanzen. Ohne zusätzliche CO2-Zufuhr bleibt das Wachstum begrenzt. Mit einer CO2-Druckgasanlage (Flasche, Druckminderer, Diffusor) ist der Unterschied enorm. Angestrebt werden 20-30 mg/l gelöstes CO2.
Regelmäßiger Rückschnitt fördert einen kompakten, buschigen Wuchs. Stängelpflanzen werden gekürzt und ihre Spitzen neu eingepflanzt. Bei Rosettenpflanzen entfernst du alte Blätter.
Im Meerwasseraquarium werden keine Wasserpflanzen verwendet, abgesehen von Makroalgen im Refugium. Dort erfüllen Korallen dank ihrer symbiotischen Zooxanthellen eine ähnliche Funktion.
In Teichen sind Wasserpflanzen für das Gleichgewicht unverzichtbar: Seerosen, Wasserschwertlilien, Binsen und Schwimmpflanzen wie Pistia und Salvinia.
Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.
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