Zink im Aquarium
Spurenelement, das Enzyme und biologische Prozesse in kleinsten Mengen benötigen. Im Überschuss wird es giftig, besonders für Wirbellose und Korallen.
Ausführliche Erklärung
Zink ist ein Spurenelement, das in kleinsten Mengen für die Funktion verschiedener Enzyme benötigt wird. In natürlichem Meerwasser kommt es in Konzentrationen von etwa 0.5-2 ug/l vor.
Mögliche Quellen für überschüssiges Zink im Aquarium sind verzinkte Rohre in der Hausinstallation, Metalldekoration, verzinkte Schrauben und Bolzen zur Befestigung von Steinen sowie einige minderwertige Futtersorten.
In hohen Konzentrationen über 10-20 ug/l wird Zink für Korallen und Wirbellose giftig. Die Symptome ähneln denen anderer Metallverunreinigungen: Korallen öffnen sich nicht, das Wachstum bleibt aus und Garnelen sowie Schnecken sterben.
Zink wird ausschließlich mittels ICP-Analyse gemessen. Ein Überschuss wird mit Wasserwechseln und hochwertiger Aktivkohle behandelt. Entscheidend ist, die Quelle zu finden.
Im Süßwasser ist Zink als Mikroelement in einigen Pflanzendüngern enthalten. Pflanzen benötigen Spuren davon für die Photosynthese, ein Überschuss ist aber auch für Fische giftig.
Zur besten Vorbeugung verwendest du ausschließlich für Aquarien zertifizierte Materialien und führst regelmäßig ICP-Analysen durch, um Schwermetalle im Blick zu behalten.
Referenzwerte nach Aquarientyp
| Aquarientyp | Empfohlener Bereich |
|---|---|
| Meerwasser (Riff) | 0 - 5 ug/lNSW: etwa 1 ug/l |
So wird gemessen
Nur mittels ICP-OES-Analyse.
Was geschieht bei einem zu niedrigen Wert?
In der Praxis nur selten ein Problem.
Was geschieht bei einem zu hohen Wert?
Giftig für Wirbellose. Gestresste Korallen. Garnelensterben. Finde und entferne die Quelle.
Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.
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