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LPS-Korallen (Large Polyp Stony)

Großpolypige Steinkorallen. Sie sind widerstandsfähiger als SPS und besitzen auffällige Tentakel sowie intensive Farben. Auch für Einsteiger in die Meerwasseraquaristik geeignet.

Ausführliche Erklärung

LPS besitzen wie SPS ein Kalkskelett, ihre Polypen sind jedoch viel größer und fleischiger. Zu den beliebtesten Gattungen gehören Euphyllia (Torch, Hammer, Frogspawn), Acanthastrea, Micromussa, Trachyphyllia, Fungia, Goniopora und Lobophyllia.

Sie vertragen Schwankungen der Wasserwerte besser als SPS und benötigen keine extreme Beleuchtung. Ein PAR-Wert zwischen 100 und 250 eignet sich für die meisten LPS. Zu viel Licht kann sie schädigen.

Die Wasserströmung muss mäßig und indirekt sein. Eine zu starke Strömung verhindert, dass sich die Polypen vollständig ausdehnen, und kann das Gewebe vom Skelett reißen.

Viele LPS sind aktive Räuber. Euphyllia besitzen Nesseltentakel, die benachbarte Korallen erreichen und töten können. Beim Abstand zwischen Korallen musst du die maximale Ausdehnung der Tentakel berücksichtigen.

LPS profitieren von gezielter Fütterung. Kleine Garnelenstücke, gefrorene Mysis oder spezielles Korallenfutter (wie Reef-Roids) werden 2-3 Mal pro Woche direkt auf die Polypen gegeben.

Gattungen wie Goniopora galten bis vor wenigen Jahren als nicht haltbar. Mit richtiger Fütterung und stabilen Wasserwerten lassen sie sich heute erfolgreich pflegen.

Brown Jelly Disease ist die gefürchtetste Krankheit bei LPS. Diese bakterielle Infektion löst das Gewebe zu einer braunen, gallertartigen Masse auf. Sie breitet sich schnell aus und muss mit Iod oder durch Entfernung des befallenen Gewebes behandelt werden.

Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.

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