Weichkorallen
Korallen ohne starres Kalkskelett. Sie sind im Meerwasseraquarium am einfachsten zu halten, zeigen kräftige Farben und wachsen schnell.
Ausführliche Erklärung
Weichkorallen bilden kein Skelett aus Calciumcarbonat wie SPS und LPS. Ihr Körper wird von Skleriten gestützt, kleinen im Gewebe verteilten Mineralpartikeln.
Zu den häufigsten Gattungen gehören Sinularia, Sarcophyton (Lederkoralle), Xenia, Anthelia, Zoanthus, Palythoa, Discosoma (Scheibenanemone), Ricordea, Cladiella und Cespitularia.
Sie sind äußerst widerstandsfähig. Schwankungen der Wasserwerte, die SPS töten würden, vertragen sie. Sie wachsen auch bei mäßiger Beleuchtung (50-150 PAR) und sanfter Strömung. Deshalb werden sie Einsteigern in die Meerwasseraquaristik empfohlen.
Bei Zoanthus und Palythoa ist ein wichtiger Sicherheitshinweis nötig. Einige Arten enthalten Palytoxin, eines der stärksten bekannten Gifte. Fasse sie niemals mit bloßen Händen an und koche nie einen Stein ab, auf dem Palythoa sitzen. Die Dämpfe können gefährlich sein.
Weichkorallen wachsen schnell und können invasiv werden. Besonders Xenia breiten sich überall aus und lassen sich nach der Etablierung nur schwer entfernen. Viele erfahrene Aquarianer verzichten deshalb auf sie.
Die Vermehrung von Weichkorallen ist sehr einfach. Ein sauberer Schnitt mit Schere oder Skalpell erzeugt einen Ableger, der sich innerhalb weniger Tage selbst an einem neuen Stein festsetzt.
In Mischbecken mit SPS können Weichkorallen Probleme verursachen. Sie geben Terpene und andere chemische Stoffe ab (chemische Kriegsführung), die das Wachstum von Steinkorallen hemmen. Aktivkohle hilft, diese Stoffe zu entfernen.
Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.
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