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Zinn im Aquarium

Verunreinigendes Schwermetall. Es sollte im Aquarienwasser nicht vorhanden sein und ist für Korallen und Wirbellose giftig.

Ausführliche Erklärung

Zinn ist ein Schadstoff, der im Aquarium keine biologische Funktion erfüllt. Sein Nachweis weist immer auf eine Verunreinigungsquelle hin.

Zu den häufigsten Quellen gehören Lötzinn an selbst gebauter Metallausrüstung, verzinnte Kupferrohre in alten Hausinstallationen sowie einige Konserven, wenn ihr Inhalt als improvisiertes Futter ins Aquarium gegeben wird.

In natürlichem Meerwasser ist Zinn praktisch nicht vorhanden. Jede im Aquarium mittels ICP nachweisbare Konzentration muss als ungewöhnlich gelten; die Quelle muss gefunden und entfernt werden.

Zu den toxischen Wirkungen gehören Stress bei Korallen, der Tod besonders empfindlicher Wirbelloser und verlangsamtes Wachstum. Die Symptome sind unspezifisch und ähneln anderen Metallverunreinigungen, weshalb die ICP-Analyse das einzige zuverlässige Diagnosewerkzeug ist.

Zinn lässt sich durch großzügige Wasserwechsel, Aktivkohle und spezielle Schwermetalladsorber wie PolyFilter oder Cuprisorb entfernen, die trotz ihres Namens auch andere Metalle adsorbieren.

Referenzwerte nach Aquarientyp

AquarientypEmpfohlener Bereich
Meerwasser (Riff)0 - 1 ug/lIdeal: nicht nachweisbar

So wird gemessen

Nur mittels ICP-OES-Analyse.

Was geschieht bei einem zu hohen Wert?

Giftig für Wirbellose und Korallen. Entferne die Verunreinigungsquelle sofort.

Coralia Lab überwacht diesen Parameter mit KI-gestützter Diagnostik. Der Tank Score warnt dich, wenn ein Wert den empfohlenen Bereich für dein Aquarium verlässt.

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